Leiten, lenken, fördern: Der Einstiegin das Management bei Volkswagen.Leiten, lenken, fördern: Der Einstiegin das Management bei Volkswagen.

  • Dr. Stefanie Jauns-Seyfried: Managerin und Ingenieurin für den perfekten Antrieb

     

    Eine Karriere in einer Männerdomäne, noch dazu im Herzen des Automobilbaus als Expertin für Antriebselektronik: Dr. Stefanie Jauns-Seyfried, 46 Jahre alt, beweist, dass das möglich ist. Denn bei Volkswagen drehen die Räder etwas anders als bei vielen anderen Unternehmen. „Hier werden talentierte und ambitionierte Frauen systematisch gefördert”, sagt Stefanie Jauns-Seyfried. Mitbringen sollten sie nicht nur ihre fachliche Kompetenz und den Willen zum Erfolg – sondern auch: „Eine Prise Humor!”, wie die Ingenieurin meint. „Das ist ganz wichtig! Mir hat mein Humor jedenfalls sehr geholfen, in der Männerwelt der Technik klar zu kommen.” Denn als Frau hatte sie sich schon im Studium schnell daran gewöhnt, eine Exotin zu sein. „Mich amüsiert es nach wie vor, wenn ich spüre, dass jemand denkt: ‚Oh, da sitzt eine Frau, und die traut sich auch noch, etwas zu sagen’.”

    Stefanie Jauns-Seyfried gehört zum Senior Management bei Volkswagen. Ihre Stationen auf dem Weg dorthin lesen sich wie eine Bilderbuchkarriere: Maschinenbau-Studium, zunächst an der Fachhochschule, später an der Universität. Promotion und Einstieg bei Volkswagen als internationale Trainee. „Eineinhalb Jahre bin ich im ganzen Unternehmen herumgekommen und konnte die verschiedenen Geschäftsbereiche kennenlernen”, berichtet sie. Es folgten Stationen als Konstrukteurin in der Aggregatentwicklung für den New Beetle, als Presswerkleiterin bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover und als Leiterin der Elektronikstrategie in Wolfsburg.

    Heute verantwortet sie die Funktionsentwicklung der Antriebselektronik. „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das Motorsteuergerät alles kann, was es können soll und muss. Mit meinem Team habe ich das Start-Stopp-System in Serie gebracht. Ich habe das Glück, neben den Aufgaben, die ich gestellt bekomme, auch meine eigenen Konzepte und Ideen entwickeln zu können. Insofern ist mein Arbeitsalltag einerseits von vielen Besprechungen geprägt, daneben kann und muss ich auch neue Techniken oder Produktbestandteile im Fahrzeug ausprobieren. Dann drehe ich auf unserem Testgelände in Ehra-Lessien oder auf Erprobung im Ausland meine Runden und suche nach Optimierungsmöglichkeiten, für die wir dann wiederum Lösungen anschieben. Letztlich bin ich also an der gesamten Entwicklungskette beteiligt.”

    Mit den modellübergreifenden Standardlösungen, die Stefanie Jauns-Seyfried und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Strategie 2018 von Volkswagen. Denn wenn die Funktionslogiken und Softwarelösungen schließlich in allen Projekten eingesetzt werden, spart das nicht nur Kosten, sondern steigert auch die Qualität. Fehler müssen nur einmal behoben werden und treten dann nicht wieder auf.

    Ein beeindruckender Weg, den die Erfolgsfrau, die nebenbei auch noch Mutter von Zwillingen ist, da zurückgelegt hat. Was würde sie jungen, talentierten Ingenieurinnen raten, die ein Teil der Mannschaft von Volkswagen werden wollen? „Man muss sich trauen”, sagt sie. „Erst wenn man sich selbst die Aufgaben zutraut, die man machen möchte, kann man sie auch erfolgreich absolvieren. Wenn man sich selbst treu bleibt und das Selbstbewusstsein hat, auch große Herausforderungen meistern zu können, dann kann man als Frau alles erreichen. Zumal bei Volkswagen.”

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