„Warum ich mit dem Programm StartUp Direct bei Volkswagen eingestiegen bin? Ich wollte Vollgas geben!”, sagt Burak Yilmaz. „Was mich antreibt? Meine Leidenschaft zum Automobil!”
Im Jahr 2008 ist Burak Yilmaz als Teilnehmer des Programms StartUp Direct bei Volkswagen eingestiegen. Da hatte er schon viel von Volkswagen kennengelernt. Als Student der Fahrzeugtechnik an der Fachhochschule Dortmund absolvierte Yilmaz 2006 gerade ein Praktikum bei einem Automobilzulieferer in Ingolstadt, als ein Freund ihm von seinem Praktikum bei Volkswagen in Shanghai berichtet: „Der hat so davon geschwärmt, dass ich mir gesagt habe: Das will ich auch!”
Yilmaz nahm Kontakt zu Volkswagen auf, und dann ging alles ganz schnell: „Binnen drei Wochen hatte ich einen Praktikumsplatz und war anschließend drei Monate in China.” Von da an ließ er nicht mehr locker. Es folgte eine Diplomarbeit bei Volkswagen in der Forschung und Entwicklung zum Thema Kraftstoff-Dampf-Konzentration am Kraftstoffstrahl. „Es ging darum, die Verbrennungsprozesse besser zu verstehen und die Simulation der Vorgänge im Motor weiter zu treiben”, erläutert er. Sicher wäre das schon ein guter Einstieg gewesen, aber: „Ich wollte mich zu dem Zeitpunkt noch nicht dauerhaft auf ein Spezialthema festlegen.” Deshalb setzte er noch ein einjähriges Studium zum Master of Business and Engineering, also Wirtschaftsingenieurwesen, drauf. „Ich finde ganz toll, dass ich das mit der Unterstützung von Volkswagen machen konnte”, sagt Yilmaz, denn er war weiterhin in der gleichen Abteilung tätig.
Ende 2008 wurde ihm dann StartUp Direct als Programm für Direkteinsteiger vorgestellt – für ihn die ideale Möglichkeit durchzustarten. An dem Programm schätzt er die Kombination aus Übersichtswissen und der festen Verankerung im Fachbereich: „Bei StartUp Direct durchläuft der Trainee nicht die Geschäftsbereiche, sondern arbeitet direkt im Zielbereich. Trotzdem entwickelt er durch Seminare ein Grundverständnis für alle anderen Bereiche. Für jeweils drei bis fünf Tage klinken sich die Trainees dann aus der Arbeit aus. Das finde ich ganz wichtig, weil es für die Selbstreflektion sinnvoll ist, Abstand vom Tagesgeschäft zu haben.”
Begleitet werden die Trainees durch Paten aus dem Management von Volkswagen, die mit ihnen regelmäßig Reflexionsgespräche führen.
Seinen Zielbereich hatte Burak Yilmaz von Anfang an klar im Blick: das Produktmanagement, der Schlüsselbereich im Produktentstehungsprozess bei Volkswagen. Hier laufen alle Informationen zu neuen Fahrzeugprojekten zusammen. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Fahrzeugprojekt nach klaren Vorgaben ins Ziel kommt,” sagt Burak Yilmaz. „Es geht dabei stets um drei wesentliche Aspekte: Qualität, Kosten und Termine, das magische Dreieck des Projektmanagements. Bessere Qualität etwa kann höhere Kosten verursachen. Andererseits ist sie einer der entscheidenden Unternehmenswerte von Volkswagen. Hier ist also die richtige Balance gefragt.”
Dass sie erreicht wird, ist die Aufgabe von Yilmaz und seinen Kolleginnen und Kollegen im Produktmanagement bei Volkswagen. Sie harmonisieren die verschiedenen Interessen der Geschäftsbereiche, steuern das Projekt durch den gesamten Entstehungsprozess und berichten den Projektstand an den Vorstand. „Wir sind die Hüter des Projektes,” sagt er nicht ohne Stolz. Ein Job, bei dem man viele Informationen verabreiten und großes Fingerspitzengefühl beweisen muss: „Wir tragen im Projekt die Unternehmerrolle. Wenn es Diskussionen gibt und sich Geschäftsbereiche nicht einig werden, müssen wir den Konsens wieder herstellen. Das erfordert Diplomatie und Durchsetzungsfähigkeit zugleich.”
Sein Fazit zu StartUp Direct: „Der Vorteil ist, dass der Trainee gleich in einem Team ankommt. Ich empfehle StartUp Direct allen engagierten Absolventinnen und Absolventen, die wissen, was sie wollen, um bei Volkswagen direkt durchzustarten.”