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Aufgeregt vor dem Vorstellungsgespräch?
Unsere Profi-Tipps helfen Ihnen bestimmt.

  • Redaktion

    Hallo Frau de Buhr! Wie fühlen Sie sich vor diesem Interview? Aufgeregt?

    Kerstin de Buhr

    Klar, ein wenig schon. Das ist schließlich auch für mich eine nicht alltägliche Situation, hier auf dem Sofa zu sitzen und während des Gesprächs fotografiert zu werden.

    Redaktion

    Da sprechen Sie schon den Punkt an: Was sind denn eigentlich die Ursachen für Aufregung, besonders in Bewerbungsgesprächen?

    Kerstin de Buhr

    Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein. Meistens liegt es daran, dass es eine Situation ist, die man nicht kennt und nicht einschätzen kann.
    Das fängt schon mit dem Ort an. Oft kommen Bewerberinnen und Bewerber nicht aus unseren Volkswagen Standorten. Da ist man dann unter Umständen das erste Mal in Wolfsburg oder Kassel, und es fehlt die Vertrautheit mit der Umgebung. Hinzu kommen die unbekannten Gesprächspartner. Und wenn dann noch im Hinterkopf ist, dass von diesem Vorstellungsgespräch vielleicht einiges abhängt, ist es nur mehr als verständlich, wenn man aufgeregt ist.

    Redaktion

    Sie meinen also, es ist gar nicht schlimm, aufgeregt zu sein?

    Kerstin de Buhr

    Eigentlich nicht. Es zeigt sogar, dass es der Bewerberin bzw. dem Bewerber mit dem Wunsch, bei Volkswagen zu arbeiten, ernst ist. Eine gesunde Portion Aufregung kann sogar ganz nützlich sein, denn sie aktiviert und steigert die Konzentration.
    Natürlich sollte man sich möglichst nicht von seiner Aufregung komplett vereinnahmen lassen. Das kann sonst den gegenteiligen Effekt haben, etwa, dass man beginnt zu stottern, wichtige Punkte vergisst oder die Stimme belegt ist.

    Redaktion

    Was kann man dagegen tun?

    Kerstin de Buhr

    Eine ganze Menge. Wichtig ist, dem Vorstellungsgespräch die angebrachte Aufmerksamkeit einzuräumen und sich bereits im Vorfeld gut vorzubereiten.
    Hierzu gehört auch, dass sich die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits vorher etwas Zeit nimmt und mit Freunden oder Verwandten mal ein solches Gespräch simuliert. Hier gibt es viele gute Bücher, die jede Menge Tipps liefern.
    Dabei geht es darum, wie ich mich mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen selbst präsentiere, welche Fragen kommen könnten und welche Fragen ich selber stellen möchte. Hilfreich ist es auch, sich auf kritische Fragen vorzubereiten.
    Dann, am Tag des Vorstellungsgespräches, gut aber nicht zu schwer frühstücken. Mein Geheimtipp sind übrigens Bananen. Die sind leicht, aber sehr energiereich. Auch zu viel Kaffee sollte man vermeiden. Lieber mehr Wasser trinken, das regt den Stoffwechsel an. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, Hektik und unnötigen Stress zu vermeiden. Also frühzeitig anreisen und unterwegs vielleicht etwas Musik hören oder ein Buch lesen. Dann ist man gleich viel entspannter. Und kurz vor dem Bewerbungsgespräch ruhig noch mal frisch machen und ganz bewusst ausatmen. Es gibt übrigens Seminare, in denen man Atemtechniken erlernen und üben kann. Die sind sehr zu empfehlen, um entspannter in das Gespräch zu gehen. .

    Redaktion

    Und wenn ich während des Gespräches merke, dass die Aufregung mich trotzdem hemmt?

    Kerstin de Buhr

    Hier gibt es ebenfalls einige Tricks. Zunächst und ganz wichtig: Man sollte sich die Aufregung eingestehen. Denn das ist ja wie gesagt nichts, wofür man sich schämen müsste.
    Es hilft, kurz inne zu halten, durchzuatmen und dann den Faden wieder aufzunehmen. Es ist auch völlig legitim, den Gesprächspartnern zu sagen, dass man aufgeregt ist, wenn man sich gerade verhaspelt hat. Denn die Gesprächspartner werden das in der Regel verstehen und nachvollziehen können. Schließlich waren sie einmal in der gleichen Situation. Bloß nicht versuchen, sich zu verstellen, um die eigene Aufregung zu kaschieren. Das kostet viel Energie und wird sofort bemerkt. Da sollte man sich lieber treu sein. Und nicht zuletzt sollte man daran denken, dass man aufgrund der eigenen Qualifikationen zu diesem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Nicht irgendwohin, sondern zu Volkswagen. Na, und das sollte doch Selbstvertrauen geben.

    Redaktion:

    Noch etwas?

    Kerstin de Buhr

    Grundsätzlich kann man sagen, dass Bewerber ihre Aufmerksamkeit weg von der Selbstbeobachtung - also weg von sich selbst - auf das Gespräch und die Interviewer lenken sollten.
    Das hilft, die Aufregung zu dämpfen und sich selbst mit dem, was man kann und will, authentisch und glaubwürdig zu zeigen.